Drogen kaufen online im Darknet kann jeder 12 Jährige

Illegale Rauschmittel flott nachhause zu bestellen ist derweil relativ reibungslos – es reichen eine ausführliche Software für den anonymen Teil des Internets, das Darknet, und diversen Klicks. Diese Online-Drogenmärkte sind gefährlich, weil die Substanzen dort jederzeit von Neuem lieferbar sind, sagt Meropi Tzanetakis. Die Politologin ist eine der einigen Wissenschaftler, die zu diesem Thema forschen. Tzanetakis betrachtet die Plattformen allerdings gleichermaßen als Möglichkeit, Konsumenten besser zu sichern.

Drogen kaufen online

Der gewöhnliche Dealer am Bahnhof hat ausgedient, sagt ein EU-Bericht. Wer Rauschmittel erwerben, ordert sie heutzutage im Darknet. Es existieren überdies Bewertungssysteme.

Brüssel – Beim Geschäftsverkehr mit Kokain hat sich EU-weit ein Online-Markt etabliert. Die verbotene Droge wird von Dealern über legale Messenger-Dienste offeriert, die Verkäufe werden danach nicht selten mithilfe verschlüsselte App-Dienste oder im anonymisierten Darknet vorzüglich gemacht. Zu solcher Selbsterkenntnis kommt das Europäische Monitoring-Zentrum für Rauschmittel und Drogensucht (EMCDDA) in seiner gerade publizierten Erhebung zu neuartigen Trends auf dem europäischen Kokain-Markt.

Im Darknet, einem absichtlich insgeheimen Teil des Internets, der von den normalen Browsern nicht angesteuert werden kann, existieren daher Marktplattformen, über die Kokain umgeschlagen wird. 2017 wurde zum Beispiel der Marktplatz AlphaBay von den Behörden geschlossen, über den im großen Stil Kokain verkauft wurde. Zwischen 2015 und 2017 wurde lediglich in Deutschland über diesen Marktplatz Kokain im Wert von 1,55 Millionen € verkauft. Im Vereinigten Königreich betrug der Umsatz 5,8 Millionen € und in Holland 2,65 Millionen €.

Drogen kaufen online Darknet

Offensichtlich erwerben nicht Zwischenhändler, statt dessen Endverbraucher auf diese Weise im Internet ein. „Verkäufer im Darknet vollziehen die Rolle als lokaler Retailhändler“, nennt sich es in dem Report. Zwischen 2015 und bis zur Schließung 2017 wurden kreisförmig 71 000 Kokain-Transaktionen über AlphaBay merkt.

Es gibt Bewertungssysteme für die Anspruch der Droge innerhalb spezifischen Händlern

Die Preise pro Gramm variieren beträchtlich nebst den Mitgliedstaaten: von 72 € in Schweden, 85 € in Italien und 145 € in Finnland. Die Aufwendungen seien hierdurch ein wenig höher als im Straßenverkauf. Augenscheinlich sei der Kunde parat, ein bisschen mehr zu zahlen, wenn die Gefahr, erwischt zu werden, geringer sei. Des Weiteren gebe es Bewertungssysteme für die Anspruch der Droge während speziellen Händlern, auf diese Weise dass die Käufer in jedweder Hinsicht sein können, reineres Kokain zu bekommen als im Zuge Zufallskäufen auf der Straße.

Es gibt alternative moderne Verkaufsmethoden auf dem Kokain-Schwarzmarkt. So existieren Ratschläge auf Callcenter, die sich darauf spezialisiert haben, durch Kurier Kokain in diversen Gegenden in Belgien zu verteilen. Die Callcenter selbständig sind nicht in Belgien ansässig, anstelle auf dem westlichen Balkan und in Spanien. Belgische Mandanten bestellen unterdessen über eine maßgebliche Telefonnummer.

Danach stellen Kuriere, die sich in Belgien aufhalten, die Ware in kurzer Zeit an die ausgewählte Adresse zu. Den belgischen Behörden fällt es außerordentlich schwer, die Kuriere zu stellen, da vom Ausland nach Belgien unaufhörlich erneut einmal eine Vielzahl von Kurieren für kurze Abschnitte kommt und folgend allerdings von Neuem umgehend in ihre Heimat zurückkehrt, beispielsweise nach Albanien. Die Kuriere verteilen während alldem im Schnitt exemplarisch ein Kilo Kokain pro Woche. Aus dem Großraum Paris werden ähnliche Zustellservices informiert.
Frau Tzanetakis, warum befassen Sie sich mit Rauschmittel im Darknet?

Drogen kaufen online Deepweb

Aus der Forschungsperspektive heraus beherrschen wir nicht, wie Drogenhandel allumfassend abläuft. Dieses Thema ist sonderlich von Mythen geprägt, wie zum Beispiel die Vorführung vom kriminellen, gewaltbereiten Drogenhändler, der klischeehafterweise noch einen Migrationshintergrund hat. In der Realität stimmt das oftmals nicht. Die einzigen Fakten, die man zu Drogenkauf und -verkauf hat, stammen von Beschlagnahmungen den Ordnungshütern, Satellitenaufnahmen und Drogenberatungsstellen. Aber im Darknet gehen Personen überaus offen dadurch um, da sie ihre Identität nicht preisgeben müssen.

Sie haben also Konsumenten und Händler befragt?
Ja, trotz alledem nicht ausschließlich das. So eine verschlüsselte Handelsplattform im Darknet, Kryptomarkt, kann man sich wie Amazon oder Ebay vorführen. Händler beschreiben ihre Ware, wie kostenintensiv sie ist, und welche Qualität sie hat. Wissen wie die verkaufte Drogenart, den Preis und das Land, in das die Rauschmittel geschickt werden, haben wir mittels eines Programms heruntergezogen und ausgewertet. Des Weiteren haben wir Foreneinträge analysiert und in dieser Art erfahren, wie das Verhandeln nebst Händler und Konsumenten ausschaut.

Wie kann man sich das präsentieren?
Ein Kunde schreibt beispielsweise ins Forum, dass er mit seinem Händler oder dem Produkt nicht zufrieden war. Daraufhin hat der Händler die Opportunität, sich dafür zu äußern. Er schreibt möglicherweise, dass die Behauptung nicht stimmt und 3570 weitere positive Bewertungen das bestätigen.
Solche Streits sind ja kaum zu klären, wenn es sich um illegale Ware handelt.
Bei den Marktplätzen existieren immerwährend ein Dilemma: Kunde und Händler wissen sich nicht, und es besteht unterbrechungsfrei das Risiko, verhaftet zu werden. Diese Anonymität macht den Geschäftsverkehr zwar erst glaubwürdig, trotz alledem man weiß nicht, wem man vertrauen kann. Das muss man allerdings zwangsläufig. Der Zugänge hierzu ist das Kundenfeedback. Die Glaubwürdigkeit eines Händlers mit 3570 positiven Bewertungen wiegt im Vorbehalte wesentlich schwerer.

In welchen Ländern sind die Drogenhändler am aktivsten?
Es nennt sich allzeit, anhand das WWW werden weltumspannende Drogenmärkte geschaffen. Das stimmt bloß in gewissem Umfang. Klassische Produzentenstaaten wie Kolumbien, Afghanistan, Peru und Bolivien sind kein bisschen zügig eingebunden. Der Drogenhandel, der auf den Kryptomärkten passiert, geschieht inmitten westlichen Händlern und westlichen Mandanten.

Warum gerade die westlichen Industrieländer?
Um auf diesen Märkten handeln zu können, müssen vordefinierte Erfordernisse gegeben sein. Zu diesem Zweck gehört technisches Fakten über Software, mit der man anonym bleibt, wie beispielsweise den Tor Browser. Die richtige Infrastruktur, wie Rechner und Internet, sind ebenso unverzichtbar. In Kolumbien und Afghanistan beispielsweise ist der Internetzugang äußerst schlecht. Außerdem benötigt man ein solides Postzustellsystem – das ist konkret der Knackpunkt. Wenn das nicht funktioniert und gleichfalls das Briefgeheimnis nicht, daraufhin ist es riskant, ein bisschen zu versenden, oder es kommt nicht an.

Drogen online kaufen

Was wird am häufigsten gekauft?
Die beliebtesten Drogenarten, egal welche Untersuchung und welcher Marktplatz, sind unterbrechungsfrei dieselben: Cannabis, Ecstasy und Kokain.

Entspricht das dem realen Leben?
Ja, Cannabis ist die meistkonsumierte Droge, binnen Kokain passt die Beziehung gleichfalls approximativ. Aber in der analogen Welt wird Heroin etliche Male gekauft, mittels Internet hingegen wird Ecstasy vermehrt bestellt. Das hat ein wenig hierdurch zu tun, wer die Benutzer sind, die auf Kryptomärkten einkaufen: technikaffine, junge, in Ordnung ausgebildete Personen. Es sind Freizeitkonsumenten, die unter Umständen einmal im Monat oder gleichermaßen jedes Wochenende beim Feiern Rauschmittel konsumieren. Andere Evaluationen haben festgestellt, dass 80 % der Abnehmer männlich und nebst 20 und 40 Jahre alt sind, entweder studieren oder erwerbstätig sind. Diese Konsumenten gehören nicht der typischen offenen Szene an, haben also keinen problematischen Drogenkonsum.

Warum bevorzugen Auftraggeber das Darknet und nicht einen Dealer?
Einige schätzen die Anonymität und die Einfachheit. Es genügen diversen Mausklicks, und sie bekommen die Bestellung mittels Postbote heimwärts geliefert. Weiterhin ist die Anspruch der Rauschmittel im Darknet besser. Denn es gibt einen Wettbewerb inmitten den Kryptomärkten und inmitten den Händlern. Das bringt Händler dafür, vergleichsweise transparent zu briefen, was sie gewissermaßen anbieten. Es hat genauso chemische Tests gegeben, die das bestätigen konnten. Einige Bezieher schätzen gleichwohl, dass die Händler umstandslos auf Kundenanfragen reagieren und sich bemühen, dass die Sendungen tunlichts unauffällig sind.

Drogen online kaufen Darknet

Gehören die Händler zur organisierten Kriminalität?
Nicht in großem Maße. Wir haben analysiert, wer die Händler auf den Kryptomärkten sind und wie erheblich Umsatz sie machen. Lediglich eine winzige Gruppe, also fünf % der Händler, macht mehr als 200.000 Dollar Umsatz im Anno. Bei jener Gruppe kann man sagen, dass sie organisiert vorgehen. Die ausgeprägt größere Gruppe, 56 % der Händler, macht weniger als 10.000 Dollar Umsatz im Anno. Bei unseren Interviews ist herausgekommen, dass die mehrheitlichen solcher Kleinhändler einen normalen Erwerbsjob haben. Für sie ist es ein Zuverdienst, mit dem sie sich Luxusgüter leisten können, wie exemplarisch einen Personenkraftwagen oder einen Urlaub.

Haben sich vonseiten Online-Drogenmärkte moderne Misshelligkeiten ergeben?
Diese Märkte haben Vor- und Nachteile. Eines der Risikosituationen ist, dass fortlaufend sämtliche psychoaktiven Substanzen zugänglich sind. Das wird für einige Personen, die ihr Konsumverhalten weniger prüfen können, zum Problem. Darüber hinaus kommt es im Zuge Drogenkonsum gleichfalls darauf an, wie erheblich Erfahrung die Konsumenten haben und wie sie hierdurch umgehen, wenn sie ein bisschen Neues begutachten. Einige Konsumenten machen es für sich, tauschen sich in ihrem normalen Leben kaum mit Bekannten darüber aus, weil Drogenkonsum sozial verpönt ist. Dieser sozial separate Konsum kann außergewöhnlich gefährlich sein. Ein weiteres Risiko ist, dass viele Kinder wesentlich versierter mit dem Web sind als Erwachsene. Im Prinzip könnte sich jede Elfjährige Rauschmittel übers Darknet bestellen.

Und was sind die Benefits von Kryptomärkten?
Auf diesen Marktplätzen werden Rauschmittel mit besserer oder immerhin transparenterer Klasse offeriert. Konsumenten haben die Wahl darüber, was sie erstehen. Und es gibt weniger Gewalterfahrungen im Vergleich zum traditionellen Straßenhandel. Zum Beispiel wenn jeglicher beliebige im Park Rauschmittel kauft und mit dem Händler über die Zahl in Streit gerät.

Was bedeuten Ihre Erkenntnisse für die Drogenpolitik?
Seit annähernd hundert Annos sind Drogenproduktion, Drogenhandel und Drogenkonsum multinational verboten und werden strafrechtlich verfolgt. Renommierte Forscher haben sich im Auftrag der Europäischen Kommission geachtet, ob dieses Prohibitionssystem bewirkt hat, dass weniger Rauschmittel im Umlauf sind. Und es hat sich gezeigt, dass das nicht der Fall ist.

Drogen online bestellen

Welche Ansätze sind erfolgversprechender?
Die Frage ist: Wenn man Rauschmittel nicht eliminieren kann, wie geht man mit ihnen um? Für viele Personen sind sie ein Problem, das bezieht sich sämtliche soziale Schichten. Ein Ansatz nennt sich Schadensminimierung, und richtet sich lediglich an die Konsumenten. Negative Konsequenzen mit Hilfe den Konsum sollen verringert werden. Wie zum Beispiel werden Spritzen kostenfrei ausgegeben, um die Übertragung von HIV und sonstigen Infektionen abzuwenden. Einige Experten, denen ich mich anschließe, sagen, dass Kryptomärkte diesem Schadensminimierungsansatz dienen. Denn Konsumenten können sich dort über Wirkungsweise und Klasse der Substanzen austauschen.

Wenn also bereits Rauschmittel konsumiert werden, darauf folgend wenigstens keine verunreinigten?
Normalerweise macht der Staat fortwährend Direktiven und Qualitätskontrollen. Sind exemplarisch verdorbene Eier im Umlauf, werden sie aus dem Geschäftsverkehr genommen. Das existieren für Rauschmittel nicht. Jeglicher Verbraucher kauft die Katze im Sack – und das führt ein wenig zu astronomischen Problemen. Es hat bereits Todesfälle gegeben, weil mit Gift längliche Substanzen in Umlauf waren. Nur selten existieren die Gelegenheit, Substanzen begutachten zu lassen, wie beispielsweise in der Schweiz und in Österreich.

Und in Deutschland?
So eine Kontrollmöglichkeit scheint mir in Deutschland politisch allumfassend nicht durchsetzbar. Das gesetzliche Verbot bedingt, das es keine Überprüfung gibt und keine Direktiven. Genau das geschieht auf den Kryptomärkten. Wenn man unter anderem sieht, dass Cannabis die am häufigsten verkaufte Droge ist, muss man überlegen, ob eine Entkriminalisierung vernünftig wäre.

Was hätte das für einen Surplus?
Konsumenten würden nicht dafür bestraft, dass sie konsumieren. Es trifft ja nicht jeden ebenfalls. Häufig sind es die marginalisierten Klassen des Konzerns, die hierzu bestraft werden. Ein weiteres Problem von Rauschmittel ist die Stigmatisierung. Abgesehen von Partykreisen wird das Thema ausgesprochen einseitig betrachtet. Beispielsweise dass allein die Personen konsumieren, die nichts Besseres im Sinn haben – das ist ein riesiges Problem. Denn der Konsum ist wahrhaft weiter verbreitet, als man glaubt. Das ist separat von sozialer Schicht und Alter.